Wir über uns

Der St. Elisabeth-Verein e.V. blickt auf eine mehr als 125-jährige sozial-diakonische Geschichte zurück. Gegründet wurde er am 19. November 1879, dem Tag der Heiligen Elisabeth von Thüringen, von der Industriellentochter Julie Spannagel in der Universitätsstadt Marburg an der Lahn. Ihr zur Seite standen andere engagierte Frauen und Männer aus Marburg. Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte der St. Elisabeth-Verein e.V. sein pädagogisches und pflegerisches Angebot kontinuierlich im Bereich der Kinder-, Jugend-, Familien- und Altenhilfe.

In den Kinder- und Jugendheimen des St. Elisabeth-Vereins begann seit Mitte der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein konsequenter Dezentralisierungsprozess. Die intensive und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Heimleitung und Mitarbeitern war bei der Umsetzung dieses Konzepts Garant dafür, dass an den lebenswelt- und gemeinwesen-orientierten Traditionen des Vereins angeknüpft wurde.

Heute leben in Hessen, Thüringen und Sachsen mehr als 700 Kinder und Jugendliche, die durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins betreut und versorgt werden. Kleine, überschaubare Systeme und Familien bieten ihnen ein verlässliches Beziehungsangebot.

Die Leitungsphilosophie, die auf dem Prinzip „Delegation von Verantwortung“ basiert, setzt immer wieder Ressourcen frei, um innovative Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Im Kontakt mit den Betroffenen (Kindern, Jugendliche und Eltern), den Jugendämtern und anderen Institutionen, versteht sich der St. Elisabeth-Verein als Partner für eine gelingende Jugendhilfe. Prozessorientiert und im Dialog erarbeiten die Mitarbeiter mit allen Beteiligten bedarfsgerechte und einzelfallorientierte Angebote. Die fortlaufende pädagogische Differenzierung der Hilfen hat zu der tiefen Erkenntnis geführt, dass Jugendhilfe häufig Familienhilfe sein sollte. So ist man den Familien der in der sozial-diakonischen Einrichtung lebenden Kinder und Jugendlichen näher gekommen. Wir haben gelernt, Eltern von Anfang an aktiv und verantwortlich mit in den Erziehungsprozess einzubeziehen. Darüber hinaus erweitern wir konsequent unser Angebot im Bereich der flexiblen Hilfen für Herkunftseltern. Unser Ziel ist es, Fremdunterbringung auch im Vorfeld zu verhindern und dem im KJHG verankerten Anspruch auf Rückführung Rechnung zu tragen. In diesem Zusammenhang übernehmen wir auch Nachbetreuungsaufgaben.

Nachdem der Verein die Arbeit des ehemaligen Sozialpädagogischen Zentrums Marburg-Biedenkopf übernommen hat, eröffnete man in 2002 ein Regionalbüro in Biedenkopf und ging damit in Mittelhessen einen weiteren Schritt in Richtung der Regionalisierung der Angebote für die entsprechende Jugendhilfe vor Ort. Im Jahr 2005 wurde ein Regionalbüro in Bad Wildungen eröffnet und das „Oikos Sozialzentrum“ in Schwalmstadt integriert, um von dort aus die Hilfen vor Ort in den nordhessischen Landkreisen weiter zu verbessern. Zusätzlich besteht eine weitere Geschäftsstelle der Jugendhilfe im thüringischen Bad Salzungen.

Weitere Informationen zu allen Bereichen finden Sie auf den folgenden Seiten.

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